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DOK 72/1.2.5.4 :: Anzeiger von Uster, Nr. 4, "Maurmer Post" (Item)

Identification
Reference CodeDOK 72/1.2.5.4
TitleAnzeiger von Uster, Nr. 4, "Maurmer Post"
Creation
25th Jan 1984
Author:in Reich, Richard jr.
Level of DescriptionItem
Content and Structure Area
Scope and content

Vorderseite

  • Eingabe von Max Meier-Senn zur Versammlung der SP "Die SP Maur für Austritt aus dem Bundesrat"
  • Eingabe von Richard Reich zum 11. Nationalen Radquer "Vom Wetter verfolgt"
  • Eingabe von Gemeinderat Albert Diem "Tempo 50 innerorts: Was nun?"
  • Veranstaltungsanzeigen: Lebenstreppe und Alterstreppe auf populären Bilderbogen (Podium Maur), Jassabend, 50 Jahre Braunviehzuchtgenossenschaft Maur, Wintersportzentrum Maur
  • Gratulation an Marie Gubler-Blumer zum 80. Geburtstag

Rückseite

  • Eingabe von Hans Schweizer "Entwicklungshilfe"
  • Eingabe der Organisation Kinder International "Hilfe für Ghana"
  • Gedanken zum Abschied von Frau B. Strickroth (klingt nach Wegzug)
  • Mitteilungen von Veranstaltern: Kinderkleiderbörse Wettsteinhaus Aesch, Blutspendeaktion (Samariterverein), Mir göd go schlittle (Ortsverein Binz-Ebmatingen), Spiel- und Bastelnachmittag (Pro Knirps)
  • Veranstaltungskalender
  • Ärztlicher Notfalldienst, Redaktion/Impressum
  • Amtliche Bekanntmachungen: Gottesdienstpläne
ActorsMeier-Senn, Max (1917–2008) :: Diem, Albert (1928–2018) :: Schweizer, Hans (1926–2014) :: BGB/SVP Maur (1922–) :: SP Maur (1972–) :: Ortsverein Binz-Ebmatingen (1961–2021) :: Samariterverein Maur (1922–)
PlacesBern (Bern) :: Ebmatingen / Maur (Zürich)
KeywordsGemeinnützigkeit :: Sport :: Humanitäre Hilfe
Conditions of Access and Use
Access/Use Restrictionspublic
LanguagesGerman
Physical characteristics and technical requirements

Zeitungspapier, Format 47 x 32 cm

Notes
General Note

Hintergrund zu Max Meiers Bemerkungen: In der SP Maur war Frustration über politische Entscheidungen verbreitet: Zunächst war auf kommunaler Ebene eine Kandidatin für einen Geschworenenposten nicht berücksichtigt worden, zwei Tage später wurde die kantonale Parteigenossin Lilian Uchtenhagen nicht anstelle des verstorbenen Willy Ritschard in den Bundesrat gewählt, sondern dessen Solothurner Parteikollege Otto Stich, der als Direktionsmitglied von Coop wirtschaftsnah war. Zudem hätte ein Sieg Uchtenhagens die Kandidatur von Rudolf Friedrich um den später zu besetzenden FDP-Sitz von Fritz Honegger erledigt: Beide waren Zürcher und es war verboten, dass ein Kanton mehr als einen Bundesrat stellen durfte (Kantonsklausel) - Stimmen für Friedrich wären nach einer Wahlannahme Uchtenhagens ungültig gewesen. Bereits bei den beiden früheren Wahlen für diesen "Deutschschweizer SP-Sitz" war die Kandidatur der jeweiligen Parteipräsidenten durch einen von den Bürgerlichen unterstützten, parteiinternen Sprengkandidaten ignoriert worden: 1973 war Regierungsrat Ritschard statt National- und Regierungsrat Arthur Schmid/AG gewählt worden und 1959 hatte man Ständerat Hans-Peter Tschudi/BS Nationalrat Walther Bringolf/SH (dieser war bis 1935 Kommunist gewesen und hatte sich wegen der "Sozialfaschismus-Doktrin" mit den im Komintern dominanten Stalinisten überworfen) vorgezogen. Landesweit wurde daher parteiintern gestritten, ob man nicht nur Stich, sondern auch Aussenminister Aubert zum Rücktritt zwingen und für deren Nachfolge keine Kandidaten aufstellen sollte. An einem ausserordentlichen Parteitag verzichtete man aber auf diesen Schritt. Jedoch war nicht nur die SP, sondern auch ein über die Parteigrenzen hinausgehender Teil der Bevölkerung von der Machtdemonstration der drei anderen Bundesratsparteien angewidert: Man hätte auch mit einer "Linken", die sich für Frauenrechte eingesetzt hatte, als erste Frau im Bundesrat gut leben können.

Ähnliches wiederholte sich 2008 bei der Nichtwiederwahl Christoph Blochers in der SVP, jedoch mit anderem Ergebnis: Die Partei warf beide gewählten Bundesräte hinaus und betrieb danach mit Hetzkampagnen den Rücktritt der Ausgeschlossenen, was bei Bundesrat Schmid bereits im gleichen Jahr wegen seiner angegriffenen Gesundheit zum Erfolg und zur Wahl Ueli Maurers führte - bei Bundesrätin Widmer-Schlumpf musste man bis zu deren Rückzug nach der Parlamentswahl 2015 warten, um den Sitz zurückerobern zu können. Den Parteiausschluss bewertete das Parlament in diesem Fall als Verzicht der Partei bis zum Rücktritt der Gewählten und ignorierte Angriffe auf andere Sitze weitestgehend - einzelne FDP- und CVP-Mitglieder gaben bei den Gesamterneuerungswahlen sowie der Ersatzwahl 2010 Stimmen für die SVP-Kandidaten ab, sobald ein SP-Sitz oder jener von Eveline Widmer-Schlumpf zur Wahl stand.

Description Control
Created / bzimmermann
Updated2023-06-28 14:06:28 / bzimmermann  
2023-06-28 14:00:30 / bzimmermann
2023-06-28 13:53:12 / bzimmermann
2023-06-12 16:26:42 / bzimmermann
2023-04-25 14:45:27 / bzimmermann
2023-04-23 10:18:16 / bzimmermann
2023-04-22 14:33:05 / bzimmermann
2023-04-22 14:18:54 / bzimmermann
2022-09-02 11:07:07 / bzimmermann
2022-09-02 11:05:55 / bzimmermann
2022-09-02 10:34:07 / bzimmermann
Permalink